Lotto-Geschichte

Das Spiel mit dem Glück ist beinahe so alt wie die Menschheit. Dem Menschen sei ein natürlicher Spieltrieb und das Streben nach Gewinn angeboren, so heißt es. Erste Spuren des organisierten Glücksspiels lassen sich bereits im ausgehenden Mittelalter finden. Die Menschen jener Zeit trafen sich an Markttagen, auf Jahrmärkten und Messen oder anlässlich von Festen um Lose aus Glückstöpfen zu ziehen oder die Gewinnzahlen an Glücksrädern zu ermitteln.

Ein kleiner Streifzug durch die Geschichte des Glueckspiels. Von 1610 bis in die Gegenwart.

Lotto-Geschichte.

Das Spiel mit dem Glück ist beinahe so alt wie die Menschheit. Dem Menschen sei ein natürlicher Spieltrieb und das Streben nach Gewinn angeboren, so heißt es. Erste Spuren des organisierten Glücksspiels lassen sich bereits im ausgehenden Mittelalter finden. Die Menschen jener Zeit trafen sich an Markttagen, auf Jahrmärkten und Messen oder anlässlich von Festen um Lose aus Glückstöpfen zu ziehen oder die Gewinnzahlen an Glücksrädern zu ermitteln.Jahrhunderte lang veranstalteten die Obrigkeiten Lotterien , deren Erlöse zum Wiederaufbau nach Kriegen, Brandunglücken, Seuchen oder Naturkatastrophen verwendet wurden. Die Empfänger waren zumeist karitative Einrichtungen wie z.B. Hospitäler, Schulhäuser sowie Armen- und Waisenhäuser. Von 1610 bis 1614 fand die erste staatliche Lotterie in Hamburg statt. Die Erlöse kamen einem Zucht- und Arbeitshaus zu gute.

Die Geburtsstunde des heutigen Zahlenlotto schlug 1620 in Genua als „ Lotto di Genova“. Der Legende nach wurden die Ratsherren alljährlich durch Losentscheid gewählt. Die Namen der potentiellen Ratsherren wurden aus einer Liste von Wahlfähigen auf 90 Lose geschrieben, von denen Fünf gezogen wurden. In der Folgezeit ersetzte man die Kandidatennamen durch die Zahlen 1 bis 90. Die erste Lotterie nach der Formel "5 aus 90" war geboren. Geschäftstüchtige Genueser nutzten diese Methode und veranstalteten lukrative Wettgeschäfte.

 

1575 - Hier werden seit 1575 einer neuen Verfassung zufolge auf recht undemokratische Weise alljährlich aus einer 90-köpfigen Bürgerliste fünf Personen in den Senatorenstand durch Losentscheid gewählt. Die Genueser schließen darauf Wetten ab- und ersetzen die Namen der Kandidaten durch die Zahlen 1 bis 90. Die erste Lotterie „5 aus 90“ ist geboren. In Neapel enthält 1682 die Lostrommel 90 Namen verarmter Frauen im heiratsfähigen Alter, von denen fünf gezogen werden. Wer richtig tippt, bekommt einen Geldgewinn und die Frau eine Aussteuer.

1735 - Das erste Zahlenlotto startet in Bayern. Das Zahlenlotto erhält seinen Einzug in Deutschland relativ spät; erst Mitte des 18. Jahrhunderts durch die Aufhebung des Glücksspielverbotes im Jahre 1731 durch Papst Clemens XII. Im Jahre 1735 startet das erste Zahlenlotto in Bayern, welches jedoch nach nur fünf Ausspielungen wieder eingestellt werden musste. Die mangelnde Erfahrung in der Quotierung der Gewinnausschüttung bricht dem Veranstalter das Genick.

1763 - In ganz Deutschland wird nun Lotto gespielt. Bis 1763 ist ganz Deutschland im Lottofieber; die bis dahin unter Konzessionsbetrieb geführte Lotterien werden verstaatlicht. Friedrich der Große führt wie auch andere Staatsoberhäupter auf der Suche nach Ideen zur Sanierung seiner Staatsfinanzen nach dem italienischen Vorbild das Lotto „5 aus 90“ in Preußen ein. Nahezu gleichzeitig lässt auch die Kaiserin Maria Theresia Lottospiele in österreich-Ungarn veranstalten.

Herzog Karl zu Braunschweig und Lueneburg.

Seit dem 18. Jahrhundert wurde z.B. auf dem Gebiet des jetzigen Landes Niedersachsen Lotto gespielt. Seine Gnaden Herzog Karl zu Braunschweig und Lüneburg ordnete mit höchstem Rescripte vom 16. Mai 1771 an, dass alljährlich am 21. August das Bürgerlotto unter rauschender Musik auf dem Aegidienmarkte zu Braunschweig stattzufinden habe. Das war vor mehr als 230 Jahre. Seitdem wurde das Glücksspiel mit den Zahlen von den Oberen je nach Gesinnung mal „mit Acht und Bann" belegt, mal „gefordert und gefördert“.

In Berlin wurde nach dem Zweiten Weltkrieg erstmalig 1953 nach Genueser Vorbild Lotto mit 5 aus 90 gespielt.

Erst mit der Bildung des Deutschen Lottoblocks im Jahre 1955 wurde auf den heutige noch gespielten Modus 6 aus 49 gewechselt. Die viel zu große Zahl – ca. 44 Millionen – von Kombinationsmöglichkeiten bei 5 aus 90 war der Grund für den Wechsel. Und da sich 49 Zahlen auf dem entworfenen Lottoschein besser darstellen ließen als 50 Zahlen, entschieden sich die Lottogewaltigen für 49 Zahlen und somit für das Spielsystem 6 aus 49. Diese Entscheidung hat sich bis zum heutigen Tage bewährt. Die Ära des modernen Zahlenlottos „6 aus 49“ wird am 9. Oktober 1955 in Hamburg eingeläutet. Das elfjährige Waisenkind Elvira Hahn zieht die erste Gewinnzahl in Hamburg im Hotel Mau - die 13. Bis heute ist sie übrigens die seltenste gezogene Kugel. Außerdem fischt das Mädchen die Zahlen 41, 3, 23, 12 und 16 aus der Lostrommel. Am Tag der ersten Ziehung gibt es keinen Gewinner mit sechs Richtigen, dafür jedoch 10 mit fünf korrekt gesetzten Kreuzen (12895,50 Mark Gewinnsumme). Für drei Treffer bekommt ein Wettfreudiger 2 Mark ausbezahlt. Immerhin werden bereits 257.914 Scheine mit einem Umsatz von 515.828 Mark erreicht. Bis Ende des Jahres 2000 klettert die Marke auf rund 7,8 Milliarden Mark. Die ersten drei Lotto-Sechser können am 13. November ermittelt werden. Einige Gewinner lassen die Glücksfee an ihrem Gewinn teilhaben: Ein Lehrerehepaar aus Reit schenkt ihr 1957 ein Sparbuch über 1000 Mark.

Zeittafel
1763

1763 Preußen erklärt staatliches Monopol für Lotterien.

1810

1810 Das Zahlenlotto wird in Deutschland verboten; es entstehen die ersten Spielbanken.

1868

1868 Die Spielbanken werden in Deutschland wieder verboten.

1933

1933 Das Verbot der Spielbanken wird in Deutschland wieder aufgehoben.

1938

1938 Gründung der Deutschen Reichslotterie.

1945

1945 Auflösung der Deutschen Reichslotterie.

1946

1946 Gründung der Deutschen Klassenlotterie am 11. Juli in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg.

1953

1953 Die Deutsche Klassenlotterie führt das Zahlenlotto 5 aus 90 ein. Es handelt sich hierbei um eine abgewandelte Form des Genueser-Lottos nach der Formel "5 aus 90", das 50 % der Spieleinsätze in vier Gewinnklassen als Gewinne ausschüttet.

1955

1955 Der Deutsche Lottoblock mit den Ländern Hamburg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Bayern führt das Spiel 6 aus 49 ein. Die erste Ziehung der Lottozahlen findet am 9. Oktober in Hamburg statt. Die erste Gewinnreihe lautet 3, 12, 13, 16, 23, 41; der Spieleinsatz der ersten Veranstaltung betrug 515.828,- DM. Die ersten drei Lotto-Sechser am 13. November entfielen auf die Gewinnreihe 6, 18, 22, 29, 37, 44. Die Gewinnquote lag bei 59.492,- DM.

1956

1956 Die Toto-12er-Wette wird von allen deutschen Toto-Lotto-Gesellschaften übernommen. Es findet erstmals eine bundesweite Poolung statt. Die Länder Bremen (am 13.5.), Niedersachsen (am 10.6.), Hessen (am 2.9.) und Rheinland-Pfalz (am 2.12.) führen das Zahlenlotto ein. Die Einführung der Zusatzzahl erfolgt am 17. Juni. Sollte es keinen Sechser geben, wird in der Klasse 1 mit fünf Richtigen und der Zusatzzahl gewonnen. Der erste Millionengewinn wird am 2. September mit der Gewinnreihe 14, 26, 31, 40, 48, 49 und 1.043.364,50 DM erzielt. Ab 21. Oktober werden die Gewinne auf 500.000,- DM begrenzt.

1957

1957 - Einführung der Toto Auswahl-Wette 7 aus 36
Das Saarland führt (am 6.1.) das Zahlenlotto 6 aus 49 ein.
Im Wiesbadener Neuen Museum gelangt am 6. Januar 1957 erstmals die klassische elektromechanische Trommel zum Einsatz.

1958

Die Hamburger Toto- und Lottogesellschaften fusionieren.

1959

Die Deutsche Klassenlotterie Berlin gibt das Lotto 5 aus 90 auf und schließt sich mit Wirkung vom 9. Oktober dem Deutschen Lotto-Block an.

1962

Am 7. Oktober wird die Auswahlwette 6 aus 36 sowie eine eigene Gewinnklasse (Nr.2) für 5 Richtige mit Zusatzzahl eingeführt.

1964

Am 19. Januar wird die Toto-Auswahlwette auf 6 aus 39 mit fünf Gewinnrängen umgestellt. Mit Wirkung vom 1. Juli schließen sich elf deutsche Toto-und Lotto-Unternehmen zum Deutschen Toto-Block zusammen.

1965

Am 4. September erste Live-Übertragung der Ziehung der Lottozahlen aus Frankfurt am Main im Ersten Deutschen Fernsehen mit der Gewinnreihe 13, 21, 35, 36, und 46. Die Stadt Frankfurt am Main ist seither fester Ziehungsort. Der Samstag – bis dahin der Sonntag – wird zum Lotto-Tag der Deutschen.

1966

Die Lotto-Systemwette wird eingeführt.

1967

Die Olympia-Lotterie –später entsteht hieraus die Glücksspirale – wird am 7. Oktober eingeführt.

1969

Am 10. August wird die 11er-Ergebniswette mit drei Gewinnrängen eingeführt.

1970

Einführung der GlücksSpirale

1974

Am 1. Juli werden Toto und Lotto zum Deutschen Toto-Lotto-Block zusammengeführt.
Am 11. Juli wird die ersteGewinnklasse auf 1.500.000,- DM erhöht.
Die Toto Auswahl-Wette 6 aus 45 wird am 6. Oktober eingeführt.
Das RennQuintett wird am 17. Oktober eingeführt.

1975

Am 1. Januar wird der Jackpot im Fußball-Toto eingeführt. Darüber hinaus wird auf die Auswahlwette 6 aus 45 umgestellt. Dabei werden die sechs torreichsten Unentschieden gewertet. Bei gleicher Torzahl erhält die größere Nummer auf dem Spielplan den Vorzug.
Am 6. Juni wird die Olympia-Lotterie eingestellt.

1976

Das Spiel 77 wird erstmalig am Sonnabend ausgespielt.
Am 3. April wird in Hamburg das Spiel 77 als Zusatzlotterie eingeführt.

1979

Mit dem Spielschein für 12 Monate wir das Serviceangebot erweitert.

1980

Die Toto-Lotto-Touristik wird ins Leben gerufen.

1981

Am 16. Juli werden Einsatz ( von 0,50 DM auf 1,- DM ) und Quote der Toto-Ergebnis- und Auswahlwette verdoppelt. Die Gewinnobergrenze wird auf 3 Millionen DM angehoben.

1982

Lotto 7 aus 38 ( Einsatz 50 Pfennig pro Spiel ) und das Spiel 77 ab 28. April nun auch jeden Mittwoch. Die erste Ziehung wird im Zweiten Deutschen Fernsehen live übertragen. Als erste Gewinnreihe wurden die Zahlen 1,12,17,18,20,21,36 sowie die Zusatzzahl 24 gezogen.

1983

Hamburg führt das Lotto am Samstag im Abonnement ein.
Das RennQuintett ändert den Spielmodus von 5 aus 18 in 2 mal 3 aus 15

1984

Am 12. Oktober wird in Hamburg die Losbrieflotterie eingeführt.

1985

Die Gewinnobergrenze in Lotto, Toto und Spiel 77 wird ab 1. Juni aufgehoben und der Jackpot am 8. Juni erstmalig ausgespielt. Der Gewinnrekord klettert am 29. Juni auf 6.981.859,- DM. Das Mittwochslotto 7 aus 38 wird eingestellt.

1986

Am 17. Juni wird das Mittwochslotto mit zwei Ziehungen A und B (Einsatz 1,- DM) auf die Formel 6 aus 49 umgestellt. Der Gewinnrekord im Lotto am Samstag beträgt am Samstag, 19. April genau 7.206.999,70 DM.

1987

Lotto am Samstag meldet am 12. Dezember neuen Gewinnrekord: 7.351.447,- DM.

1989

Am 1. April – kein Aprilscherz – wird die Lotterie Carlot eingeführt. Im Schwarzwald freut sich am 30. Dezember ein Lottospieler auf den neuen Rekordgewinn im Lotto am Samstag in Höhe von 8.082.656,10 DM.

1990

Der Einsatz im Spiel 77 wird auf 2,50 DM erhöht.
Der Geltungsbereich der Deutschen Klassenlotterie Berlin wird im Zuge der Wiedervereinigung auf den Ostteil der Stadt ausgedehnt.
Das Spiel 77 erhält ab 1. September die siebte Gewinnklasse.
Nach einem kurzen Gastspiel wird die Lotterie Carlot am 27. September eingestellt.

1991

Ab 23. Februar dreht sich die Glücksspirale ganzjährig.
Am 07. Dezember werden bei Lotto am Samstag die Superzahl sowie zwei neue Gewinnklassen – die Klasse 1 mit 6 Richtigen plus Superzahl und die Klasse 6 mit 3 Richtigen mit Zusatzzahl – eingeführt. Zeitgleich wird der Spieleinsatz auf 1,25 DM erhöht.

1992

Die Lotterie Super 6 – Spieleinsatz 2,- DM – wird am 02. Mai eingeführt.
Eine Tippgemeinschaft aus der Nähe von Augsburg erhält am 28. März den neuen Rekordgewinn von 16.415.049,20 DM.

1994

Vier Gewinner teilen sich nach einer Jackpot-Serie über 10 Wochen eine Gewinn von 42,27 Mio. DM! Der Gewinnrekord im Lotto am Samstag steigt am 17. Dezember auf 20.496.450,80 DM!

1995

Die Superzahl wird nun auch beim Lotto am Mittwoch eingeführt.
Hamburg führt das Online-Vertriebs-System ein.
Die Toto-Ergebniswette hat Ihren neuen Gewinnrekord: 739.676,- DM.
Am 6. Dezember werden bei Lotto am Mittwoch die Superzahl sowie zwei neue Gewinnklassen – die Klasse 1 mit 6 Richtigen plus Superzahl und die Klasse 6 mit 3 Richtigen mit Zusatzzahl – eingeführt. Zeitgleich wird der Spieleinsatz auf 1,25 DM erhöht.

1996

Die Toto-Auswahlwette 6 aus 45 hat ab 10. Februar neue Regeln. Wurde bisher nach den unentschiedenen Ergebnissen gesucht, so müssen nun die sechs torreichsten Begegnungen richtig getippt werden.
Der Gewinnrekord im Lotto am Mittwoch in Höhe von 1.297.420,90 geht nach Oberschwaben.

1997

Die Umweltlotterie Bingo geht am 28. September an den Start.

1998

Startschuss für Tele-Bingo und Lotto-Show.
Nach 103 Wettbewerben werden die Regeln bei der Toto-Auswahlwette 6 aus 45 erneut geändert. Ab 31. Januar wird wieder nach den unentschiedenen Fußball-Ergebnissen gesucht.
Die ARD-Lotto-Show mit der Moderatorin Ulla Kock am Brink hat am 29. August Premiere.

1999

Für Lotto am Samstag wird am 22. Mai die achte Gewinnklasse mit 4 Richtigen plus Zusatzzahl eingeführt. Der Spieleinsatz wird auf 1,50 € erhöht.
Am 3. August startet ODDSET die Sportwette.

2000

Aus Lotto am Mittwoch und Lotto am Samstag wird am 2. Dezember LOTTO mit jeweils einer Ziehung am Mittwoch und einer am Sonnabend. Es gelten der Einsatz und Gewinnplan des vormaligen Lottos am Samstag.
Am 5. Februar startet ODDSET die Top-Wette.

2003

Die Spielgemeinschaften Lotto-Xtra werden geboren.
Der Gewinnplan der GlücksSpirale wird auf ein attraktives 2-Renten-Modell geändert.
Im August wird der Lotto-Gewinnplan zugunsten der ersten Gewinnklasse geändert; höhere Jackpots sind nun häufiger möglich.
Die Pferdewette RennQuintett wird bundesweit eingestellt.

2004

Die Toto 13-er-Wette wird am 7. Juli eingeführt.
Am 8. November wird plus 5 und Internet-Keno – Die Zahlenlotterie eingeführt. Die Urform des heutigen KENO-Spiels entstand um 200 v. Chr. in China. Durch Einwanderer gelangte es nach Amerika und fand dort den Weg in die großen Casinos. Heute begeistert es Millionen von Menschen weltweit.
Eine Gewinnerin aus Baden-Württemberg erhält im Januar mit 20,2 Mio. € den bis dahin höchsten Lotto-Einzelgewinn der deutschen Lottogeschichte.

2005

Start der Lotterie Quicky am 2. Mai.
Extra-Lotto. Sonderziehung zum 50-jährigen Jubiläum von LOTTO mit garantiertem Rekordjackpot von 20 Mio. EUR ohne Zusatzzahl und Superzahl.

2006

Den höchsten Einzelgewinn der Lottogeschichte erzielte am 7. Oktober 2006 ein Krankenpfleger aus Nordrhein-Westfalen, er gewann 37.688.291,80 €.

2007

Nach dreizehn Wochen war es endlich so weit: Der mit 45.382.458 € größte Jackpot in der deutschen Lottogeschichte wurde am 5. Dezember 2007 von drei Spielern aus Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Thüringen geknackt. Alle drei erhielten jeweils rund 15 Millionen €.

01.01.2009

Einstellung des Internetspiels.

2010

Die Keno-Ziehungen erfolgen täglich seit dem 13. Juni 2010 auch sonntags um ca. 19:10 Uhr und werden nur im hr-fernsehen ausgestrahlt.
Der Spieleinsatz für Spiel 77 beträgt ab 1. September 2010 pro Ziehung 2,50 Euro (bisher 1,50 Euro). Gleichzeitig ist der Gewinnplan angepasst.

2012

Online Lotto-Vermittlung in Schleswig-Holstein wieder erlaubt.
Im März startet die bundesweit angebotene neue Lotterie "EuroJackpot".

6 aus 49 in Deutschland bis 1. Mai 2013

Der Spieleinsatz beträgt je Tipp und Ziehung 75 Cent.[10] Zusätzlich wird für jeden Spielschein oder Quicktipp eine Bearbeitungsgebühr erhoben. Die Gewinnzahlen werden am Mittwoch- und am Samstagabend gezogen. In Deutschland betreibt der Deutsche Lotto- und Totoblock als Zusammenschluss der Landes-Lotteriegesellschaften das Lottospiel. Man kann zusätzlich am Spiel Super 6, Spiel 77 und der GlücksSpirale teilnehmen. Zusätzlich zu den sechs Zahlen werden eine Zusatzzahl und eine Superzahl gezogen. Die Zusatzzahl wird nach den ersten sechs Zahlen aus den restlichen 43 Kugeln als siebte Zahl gezogen. Sie erhöht bei den niedrigeren Gewinnklassen den Gewinn um eine Stufe. Wenn beispielsweise genau vier von dem Spieler getippte Zahlen mit vier der sechs zuerst gezogenen Zahlen übereinstimmen, aber keine der beiden verbleibenden getippten Zahlen die Zusatzzahl ist, fällt er in die Gewinnklasse 6 (4 Richtige ohne Zusatzzahl). Stimmt jedoch von den beiden verbleibenden getippten Zahlen eine mit der Zusatzzahl überein, verbessert sich die Gewinnklasse auf Klasse 5 (4 Richtige und Zusatzzahl). Demgegenüber ergibt sich die Superzahl aus den Zahlen 0 bis 9 aus der letzten Ziffer der auf der Spielquittung bereits eingedruckten Spiel-77- beziehungsweise Super-6-Nummer. Das ist sozusagen ein weiteres Los – mit der Auswirkung, dass die Chance für 6 Richtige mit Superzahl ein Zehntel der Chance für 6 Richtige und die Chance für 6 Richtige ohne Superzahl die übrigen neun Zehntel der Chance für 6 Richtige beträgt.
Zudem ist je Gewinnklasse ein Jackpot möglich. Dieser entsteht, wenn in den vorhergehenden Ziehungen für die Klasse kein Gewinner ermittelt wurde. Die Gewinnsumme wird dann der gleichen Gewinnklasse bei der nächsten Ziehung hinzugefügt. Als Jackpot wird die Summe aus dem Übertrag der vorigen Ausspielung und aus der normalen, erwarteten Gewinnsumme bezeichnet. Eine exakte Bestimmung der Höhe des Jackpot ist wegen des Totalisatorprinzips erst möglich, wenn die Quoten feststehen. Ausnahme: Erfolgt kein Gewinn in Klasse 2, aber in Klasse 1 (also wenn alle Gewinner mit sechs Richtigen auch die richtige Superzahl haben), so wird die Gewinnsumme von Klasse 2 keinem Jackpot, sondern der Gewinnklasse 1 derselben Ziehung zugeschlagen. Dazu sind einige Besonderheiten zu berücksichtigen. Übersteigt ein Einzelgewinn in einer niedrigeren Gewinnklasse den einer höheren Gewinnklasse, so werden die Gewinnsummen zusammengelegt und die Gewinne gleichmäßig auf die beiden Gewinnklassen verteilt. Wird nach 12 aufeinanderfolgenden Ziehungen in einer Gewinnklasse auch in der nächstfolgenden Ziehung kein Gewinn ermittelt, so erfolgt eine sogenannte Zwangsausschüttung. Das heißt, dass die Gewinnsumme auf die nächstniedrigere Gewinnklasse übertragen wird, in der mindestens ein Gewinner ermittelt wird. Eine Sequenz kann also maximal 13 Ziehungen umfassen. Vor dem Jahr 2009 war eine Sequenz von maximal 15 Ziehungen möglich, die bislang längste Sequenz ging über 13 Ziehungen. Festgelegt sind diese Regelungen in jedem Bundesland in den Teilnahmebedingungen für Lotto. Lotto ist in Deutschland Sache der Bundesländer. Gewerbliche Anbieter spielen oft im Sinne der Tippgemeinschaften bei den Lottogesellschaften, nehmen dafür jedoch zusätzliche Gebühren.>

6 aus 49 in Deutschland ab 4. Mai 2013

Am 4. Mai 2013 traten folgende Veränderungen für das Produkt LOTTO 6 aus 49 in Kraft[13]: Die Superzahl ersetzt die Zusatzzahl. Damit wurde LOTTO 6aus49 einfacher. Ebenfalls stiegen die Gewinnchancen, da die Superzahl nur aus den Ziffern 0 bis 9 gezogen wird. Die Zusatzzahl war hingegen aus 43 (49 minus 6) Ziffern gezogen worden. Einführung der neuen Gewinnklasse 9 für „2 Richtige plus Superzahl“ Der Einsatz pro Tipp für LOTTO 6aus49 beträgt ab 4. Mai 1 Euro. Durch die Erhöhung des Ausschüttungsanteils für die Gewinnklasse 1 „6 Richtige plus Superzahl“ sind in der Spitzen-Gewinnklasse höhere Jackpot-Gewinne zu erwarten. Durch die Einführung der neuen Gewinnklasse 9 für „2 Richtige plus Superzahl“ stieg die Wahrscheinlichkeit, überhaupt etwas zu gewinnen, auf 1:31 (3,23%); vorher lag diese bei 1:54 (1,85%). Die Wahrscheinlichkeit bei Abgabe aller zwölf Tipps auf einem üblichen Lottoschein zumindest einen Gewinn in Höhe der Summe der Spieleinsätze für diese 12 Tipps (vorher 9 €, jetzt 12 €, zuzüglich etwa 0,50 € Bearbeitungsgebühr) zu erzielen, ist dagegen gesunken, da die Gewinne in der Klasse 8 oft über 9,50 € lagen, jedoch zu erwarten ist, dass sie nur selten über 12,50 € liegen werden und in der neuen Klasse 9 nur 5 € gewonnen werden. Während sich die zu erwartenden Gewinnquoten in den Klassen II und IV–VIII dank des um 25 Cent höheren Einsatzes und der gewählten Ausschüttungsanteile nur mäßig verändert haben, liegt der zu erwartende Betrag eines Gewinns in der Gewinnklasse III „5 Richtige und Superzahl“ bei weniger als einem Viertel im Vergleich zur vorherigen Gewinnklasse III „5 Richtige und Zusatzzahl“. Mehrere Zehntausend Euro zu gewinnen ist daher sehr unwahrscheinlich geworden.
Die beliebteste Lotterie der Deutschen wird mit den Änderungen zum 4. Mai 2013 teurer: ein Lotto-Tippfeld kostet ab sofort ein Drittel mehr. Im Internet sind Tipps je nach Vermittler ggf. günstiger. Der Kostenhebel ist die Bearbeitungsgebühr: Diese auf jeden abgegebenen Spielschein erhobene Gebühr kostet, je nach Bundesland, zwischen 20 Cent bis hin zu einem Euro, denn diesen Betrag vermag jede Landeslotteriegesellschaft nach eigenem Ermessen festzusetzen. Der Annahmeschluss verschob sich durch den vorgezogene Ziehungstermin deutlich nach vorn. (In Niedersachsen z.Zt. Samstag: 18:30 Uhr, Mittwoch: 17:30 Uhr)

Eine der ersten großen Lotterien auf deutschem Boden wurde 1614 in Hamburg ausgespielt, deren Ablauf 1707 wie folgt beschrieben wurde:

„Es waren zwey grosse Körbe gesetzet/ aus welchen die Zettel der Nahmen und der Gewinne/ durch einen Waysen-Knaben ausgegriffen/ und denn von denen beysitzenden Herren und Bürgern durch den dabey gebrauchten beeydigten Notarium verzeichnet worden. Auf dem Korbe/ darinnen die Nahmen lagen/ stunden diese Verse:

Wer im Beinhause erkennen kan
Einen Armen für einen reichen Mann/
Der kan in dieses Korbes Ort
Hie Heintzen treffen/ Cuntzen dort.
Auf dem/ darinnen die Gewinn-Zettel lagen/ hieß es:

In diesem Korbe die Gewinnen seyn
Für grosse/ mittel und auch klein.
Niemand kan sagen an dieser Sydt
Liegen die Gewinn und da die Nydt.“
– Peter A. Lehmann: Historische Remarques über die neuesten Sachen in Europa, 1707[2]

lottobay.de

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